Sara Sangiacomo

Sicherheit und Nachtlärm als unbestimmbare Faktoren

Am 3. März stimmen wir über die Pistenverlängerung ab. Geht es um mehr Sicherheit, mehr Nachtruhe, um ein Prestigeprojekt oder etwa darum, internationale Standards zu erfüllen?

Vieles steht mal wieder in den Sternen. Das Argument, die Verlängerung der Westpiste diene der Sicherheit, würde im Umkehrschluss bedeuten, dass der heutige Betrieb nicht sicher ist. Muss ich bei einem Nein mit einem mulmigen Gefühl fliegen? Mit dem Sicherheitsargument lässt sich pauschal immer alles begründen. Intensiviert sich der schon heute starke Nachtlärm nochmals bei einem Nein? Oder gar bei einem Ja? Pistenverlängerungen dürften langfristig mehr Nach Flugverkehr zur Folge haben. Aber werden auch mehr Sud-Flüge forciert, um den Norden von Lärm zu entlasten? Hier werden wir enttäuscht, im Süden sei das Gebiet dichter besiedelt und wir folglich das kleinere Übel.

Der Flughafen Zürich ist und bleibt von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung, das steht ausser Frage. Ich wünsche mir aber, dass die Situation kritischer betrachtet und alle Seiten bedacht werden. Weil dies heute kaum der Fall ist, stimme ich Nein zum Pistenausbau am 3. März.

Sara Sangiacomo 


Februar 2024


von Sara Sangiacomo 17. November 2025
Chancengleichheit ist gescheitert
von Sara Sangiacomo 24. Januar 2023
Auflösung unseres Bezirkes und ihrer Institutionen? Sechs Gemeinden des Bezirks Bülach haben unter dem Titel „Für eine zeitgemässe dezentrale Organisation des Kantons Zürich“ eine Behördeninitiative eingereicht, wonach der Bezirk Dielsdorf von der Landkarte verschwinden soll. Angeblich würden die bestehenden gemeindeübergreifenden Strukturen (Bezirke, die Planungsregionen und Zweckverbände) den aktuellen Entwicklungen im Kanton Zürich nicht mehr gerecht. Es handelt sich um den Gemeinderat Wallisellen, Freienstein-Teufen, Dietlikon und Embrach sowie um die Stadträte von Opfikon und Bülach. Vorgesehen sind höchstens noch 10 Bezirke mit einer Einverleibung des Bezirk Dielsdorf zu Bülach.Das Furttal würde entweder ebenfalls dem Bezirk Bülach einverleibt oder dem Bezirk Dietikon und damit der Region Limmattal zugewiesen. Vor knapp einem Jahr, am 14. März 2022, wurde dieser Vorstoss im Kantonsrat mit 75 Stimmen von SP, GLP, AL, EVP sowie vielen, aber nicht allen Grünen, vorläufig unterstützt. Bekämpft wurde diese unnötige Reorganisation von SVP, FDP und Mitte. Damit würde ein grosser Verlust an Demokratie und Transparenz einhergehen. Heute wählen dieStimmbürger die Bezirksorgane wie den Statthalter, die Bezirksräte und vor allem die Besetzung am erstinstanzlichen Bezirksgericht. Statt die Gemeinden und Bezirke und damit die Demokratie zu stärken, wollen die Initianten, dass die Bezirke faktisch entmachtet und die Gemeinden möglichst viele Aufgaben den Planungsregionen abtreten, wo dann Verwaltungsangestellte für uns entscheiden, die nicht direkt vom Volk gewählt sind. Die bestehenden Aufteilungen haben sich bewährt. Eine Umsetzung dieser Reissbrettlösung würde auch neue Probleme mit sich bringen. Und von den Kostenfolgen ist bei dieser Behördeninitiative überhaupt nicht die Rede. Sara Sangiacomo, Kantonsratskanditatin, aus Niederhasli Januar 2023
von Sara Sangiacomo 24. Januar 2023
Schule in Notlage