Sara Sangiacomo

Schule in Notlage

Täglich liest man vom Lehrermangel, überforderten Lehrern und Schülern sowie von Schulleitern, die in bürokratischen Knatsch versinken.
Schulleistungen geben zu heftigen Diskussionen Anlass, wenn ein Fünftel aller Schulabgänger keine einfachen Texte versteht, geschweige denn fähig ist, einen Aufsatz fehlerfrei zu verfassen. Für mich ist das eine klare Notlage – unser Bildungssystem ist in vielen Bereichen am Versagen. Doch auf der politischen Ebene hört man erstaunlich wenig Kritik über den Zustand unserer Volksschule und entsprechend bewegt sich nichts. In Dorfgesprächen hingegen flammen Emotionen von frustrierten Eltern hoch. Die Baustellen in der Volksschule sind bestens bekannt. Doch bildungspolitische Vorstösse aus dem Kantonsrat werden nur schleppend behandelt. Für viele Reformprojekte wie beispielsweise für die schulische Integration aller schwierigen Jugendlichen in die Regelklassen werden grosszügig Gelder bewilligt. Wenn man sich mit den Lehrpersonen über die Totalintegration unterhält, hört man deutliche Worte: «Wir leisten täglich einen grossen Spagat, um den Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden. Aber die Einführung des Integrationsmodells ohne entlastende Kleinklassen war ein Fehlentscheid.» Es ist kaum möglich, verhaltensauffällige Schüler durch Heilpädagoginnen, die nur ein paar Stunden pro Woche in einer Regelklasse anwesend sind, so zu stabilisieren, dass sie den Unterricht nicht mehr stören. Das Ganze geht auf Kosten aller anderen Kinder. Zu denken, es genüge einfach, noch mehr Hilfspersonen in den Klassen einzusetzen, ist der falsche Weg. Ein überfülltes Klassenzimmer mit zwanzig Schülern, einer Lehrperson, einer Heilpädagogin, einer Klassenassistentin und weiteren Fachpersonen führt zu grosser Unruhe im Schulbetrieb. Die Politik muss dringend die aus dem Ruder gelaufenen Reformen korrigieren, damit unsere Kinder wieder überall eine qualitativ gute Bildung erhalten.


S.Sangiacomo, Kantonsratskandidatin SVP, Niederhasli


Januar 2023

von Sara Sangiacomo 26. Mai 2026
Nachhaltigkeitsinitiative
von Sara Sangiacomo 17. November 2025
Chancengleichheit ist gescheitert
von Sara Sangiacomo 24. Januar 2023
Auflösung unseres Bezirkes und ihrer Institutionen? Sechs Gemeinden des Bezirks Bülach haben unter dem Titel „Für eine zeitgemässe dezentrale Organisation des Kantons Zürich“ eine Behördeninitiative eingereicht, wonach der Bezirk Dielsdorf von der Landkarte verschwinden soll. Angeblich würden die bestehenden gemeindeübergreifenden Strukturen (Bezirke, die Planungsregionen und Zweckverbände) den aktuellen Entwicklungen im Kanton Zürich nicht mehr gerecht. Es handelt sich um den Gemeinderat Wallisellen, Freienstein-Teufen, Dietlikon und Embrach sowie um die Stadträte von Opfikon und Bülach. Vorgesehen sind höchstens noch 10 Bezirke mit einer Einverleibung des Bezirk Dielsdorf zu Bülach.Das Furttal würde entweder ebenfalls dem Bezirk Bülach einverleibt oder dem Bezirk Dietikon und damit der Region Limmattal zugewiesen. Vor knapp einem Jahr, am 14. März 2022, wurde dieser Vorstoss im Kantonsrat mit 75 Stimmen von SP, GLP, AL, EVP sowie vielen, aber nicht allen Grünen, vorläufig unterstützt. Bekämpft wurde diese unnötige Reorganisation von SVP, FDP und Mitte. Damit würde ein grosser Verlust an Demokratie und Transparenz einhergehen. Heute wählen dieStimmbürger die Bezirksorgane wie den Statthalter, die Bezirksräte und vor allem die Besetzung am erstinstanzlichen Bezirksgericht. Statt die Gemeinden und Bezirke und damit die Demokratie zu stärken, wollen die Initianten, dass die Bezirke faktisch entmachtet und die Gemeinden möglichst viele Aufgaben den Planungsregionen abtreten, wo dann Verwaltungsangestellte für uns entscheiden, die nicht direkt vom Volk gewählt sind. Die bestehenden Aufteilungen haben sich bewährt. Eine Umsetzung dieser Reissbrettlösung würde auch neue Probleme mit sich bringen. Und von den Kostenfolgen ist bei dieser Behördeninitiative überhaupt nicht die Rede. Sara Sangiacomo, Kantonsratskanditatin, aus Niederhasli Januar 2023