Sara Sangiacomo

Lehrpersonen entlasten – aber richtig (2026)


Dass unsere Lehrpersonen heute stark gefordert sind, steht für mich ausser Frage. Klassenlehrpersonen tragen grosse Verantwortung, führen Elterngespräche, koordinieren Fördermassnahmen, erledigen administrative Aufgaben und sollen gleichzeitig das tun, was im Zentrum ihres Berufes stehen müsste: unsere Kinder unterrichten.


Am 27. September stimmen wir über die Änderung des Lehrpersonalgesetzes ab. Das Anliegen, Lehrpersonen zu entlasten, kann ich gut nachvollziehen. Die vorgeschlagene Lösung überzeugt mich jedoch nicht. Mehr finanzierte Arbeitszeit allein beseitigt die Ursachen der hohen Belastung nicht.

Wir sollten vielmehr dort ansetzen, wo im Schulalltag Zeit verloren geht: Welche Dokumentationen sind wirklich notwendig? Welche administrativen Aufgaben können vereinfacht, digitalisiert oder zentral erledigt werden? Müssen ausgebildete Lehrpersonen Arbeiten übernehmen, die auch administratives Personal erledigen könnte? Und auch bei Sitzungen und Koordinationsgefässen muss die Frage erlaubt sein, was tatsächlich einen Mehrwert für die Kinder und den Unterricht bringt.


Gute Bildung darf und muss uns etwas wert sein. Aber mehr Ausgaben bedeuten nicht automatisch eine bessere Schule. Bevor wir zusätzliche Mittel einsetzen, sollten wir den Mut haben, bestehende Strukturen zu hinterfragen.


Mein Ziel ist eine Schule, in der Lehrpersonen wieder mehr Zeit zum Unterrichten haben und weniger Zeit für Aufgaben aufwenden müssen, für die es keine pädagogische Ausbildung braucht.


Lehrpersonen entlasten: Ja. Aber dort, wo die Belastung tatsächlich entsteht.


Deshalb sage ich am 27. September Nein zur Änderung des Lehrpersonalgesetzes.



Sara Sangiacomo, Niederhasli

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Nachhaltigkeitsinitiative
von Sara Sangiacomo 17. November 2025
Chancengleichheit ist gescheitert
von Sara Sangiacomo 24. Januar 2023
Auflösung unseres Bezirkes und ihrer Institutionen? Sechs Gemeinden des Bezirks Bülach haben unter dem Titel „Für eine zeitgemässe dezentrale Organisation des Kantons Zürich“ eine Behördeninitiative eingereicht, wonach der Bezirk Dielsdorf von der Landkarte verschwinden soll. Angeblich würden die bestehenden gemeindeübergreifenden Strukturen (Bezirke, die Planungsregionen und Zweckverbände) den aktuellen Entwicklungen im Kanton Zürich nicht mehr gerecht. Es handelt sich um den Gemeinderat Wallisellen, Freienstein-Teufen, Dietlikon und Embrach sowie um die Stadträte von Opfikon und Bülach. Vorgesehen sind höchstens noch 10 Bezirke mit einer Einverleibung des Bezirk Dielsdorf zu Bülach.Das Furttal würde entweder ebenfalls dem Bezirk Bülach einverleibt oder dem Bezirk Dietikon und damit der Region Limmattal zugewiesen. Vor knapp einem Jahr, am 14. März 2022, wurde dieser Vorstoss im Kantonsrat mit 75 Stimmen von SP, GLP, AL, EVP sowie vielen, aber nicht allen Grünen, vorläufig unterstützt. Bekämpft wurde diese unnötige Reorganisation von SVP, FDP und Mitte. Damit würde ein grosser Verlust an Demokratie und Transparenz einhergehen. Heute wählen dieStimmbürger die Bezirksorgane wie den Statthalter, die Bezirksräte und vor allem die Besetzung am erstinstanzlichen Bezirksgericht. Statt die Gemeinden und Bezirke und damit die Demokratie zu stärken, wollen die Initianten, dass die Bezirke faktisch entmachtet und die Gemeinden möglichst viele Aufgaben den Planungsregionen abtreten, wo dann Verwaltungsangestellte für uns entscheiden, die nicht direkt vom Volk gewählt sind. Die bestehenden Aufteilungen haben sich bewährt. Eine Umsetzung dieser Reissbrettlösung würde auch neue Probleme mit sich bringen. Und von den Kostenfolgen ist bei dieser Behördeninitiative überhaupt nicht die Rede. Sara Sangiacomo, Kantonsratskanditatin, aus Niederhasli Januar 2023