Sara Sangiacomo

Nachhaltigkeitsinitiative

Eine Studie warnt die Stimmbürger vor einem Milliardenloch in der AHV, lese ich am 15. Mai gross auf der Titelseite des ZU. Die ausländische Bevölkerung zahle mehr in die AHV ein, als sie beziehe. Doch genau diese Betrachtung zeigt aus meiner Sicht den Denkfehler der Gegner der Nachhaltigkeitsinitiative: Sie zeigt lediglich eine Momentaufnahme, aber keine langfristige Lebensbilanz.


Ja, Zuwanderung bringt heute zusätzliche Beitragszahler. Doch auch Zugewanderte werden älter, erwerben Rentenansprüche und benötigen heute wie später Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Pflege und Infrastruktur.


Wer bezahlt künftig die Renten der rund 1,8 Millionen Menschen, die seit 2002 in die Schweiz zugewandert sind? Wieder weitere Millionen Zuwanderer? Das kann langfristig keine nachhaltige Strategie sein, sondern führt zu einer immer stärkeren Abhängigkeit vom Bevölkerungswachstum.


Und wohin führt diese Entwicklung? Geht es weiter wie bisher, zählt die Schweiz im Jahr 2050 über 11 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Was bedeutet ein Wachstum um weitere 2,5 Millionen Menschen für unsere Schulen, unsere Strassen, unseren Wohnraum und unsere Sozialwerke?


Wir müssen die Kontrolle über die Zuwanderung wieder stärker selbst bestimmen können. Ich habe selbst einen Migrationshintergrund. Auch in Zukunft sollen Menschen in die Schweiz kommen dürfen. Trotzdem braucht ein funktionierendes Land klare Regeln und eine ehrliche Diskussion darüber, was langfristig tragbar ist.


Zuwanderung kann unserem Land nützen – aber nicht unbegrenzt und ohne Steuerung. Deshalb stimme ich am 14. Juni der Nachhaltigkeitsinitiative zu.


Sara Sangiacomo aus Niederhasli


von Sara Sangiacomo 17. November 2025
Chancengleichheit ist gescheitert
von Sara Sangiacomo 24. Januar 2023
Auflösung unseres Bezirkes und ihrer Institutionen? Sechs Gemeinden des Bezirks Bülach haben unter dem Titel „Für eine zeitgemässe dezentrale Organisation des Kantons Zürich“ eine Behördeninitiative eingereicht, wonach der Bezirk Dielsdorf von der Landkarte verschwinden soll. Angeblich würden die bestehenden gemeindeübergreifenden Strukturen (Bezirke, die Planungsregionen und Zweckverbände) den aktuellen Entwicklungen im Kanton Zürich nicht mehr gerecht. Es handelt sich um den Gemeinderat Wallisellen, Freienstein-Teufen, Dietlikon und Embrach sowie um die Stadträte von Opfikon und Bülach. Vorgesehen sind höchstens noch 10 Bezirke mit einer Einverleibung des Bezirk Dielsdorf zu Bülach.Das Furttal würde entweder ebenfalls dem Bezirk Bülach einverleibt oder dem Bezirk Dietikon und damit der Region Limmattal zugewiesen. Vor knapp einem Jahr, am 14. März 2022, wurde dieser Vorstoss im Kantonsrat mit 75 Stimmen von SP, GLP, AL, EVP sowie vielen, aber nicht allen Grünen, vorläufig unterstützt. Bekämpft wurde diese unnötige Reorganisation von SVP, FDP und Mitte. Damit würde ein grosser Verlust an Demokratie und Transparenz einhergehen. Heute wählen dieStimmbürger die Bezirksorgane wie den Statthalter, die Bezirksräte und vor allem die Besetzung am erstinstanzlichen Bezirksgericht. Statt die Gemeinden und Bezirke und damit die Demokratie zu stärken, wollen die Initianten, dass die Bezirke faktisch entmachtet und die Gemeinden möglichst viele Aufgaben den Planungsregionen abtreten, wo dann Verwaltungsangestellte für uns entscheiden, die nicht direkt vom Volk gewählt sind. Die bestehenden Aufteilungen haben sich bewährt. Eine Umsetzung dieser Reissbrettlösung würde auch neue Probleme mit sich bringen. Und von den Kostenfolgen ist bei dieser Behördeninitiative überhaupt nicht die Rede. Sara Sangiacomo, Kantonsratskanditatin, aus Niederhasli Januar 2023
von Sara Sangiacomo 24. Januar 2023
Schule in Notlage