Sara Sangiacomo

Ein Trostpflaster – aber immerhin!

Die neuen Krankenkassen-Policen sollten nun in allen Haushalten eingetroffen sein. Seit 1996 steigen die Prämien unaufhaltsam, insgesamt haben sie um den Faktor 2.3 erhöht, während die Löhne nur um 150 Prozent gestiegen sind. Insbesondere für uns, den Mittelstand, wird es immer schwieriger, ein gesundes Haushaltsbudget zu führen, denn die Steigerung schlägt voll auf unsere Kaufkraft.


Kaufkraft lässt sich auch stärken, indem den Leuten weniger Steuern abgeknöpft werden. Im Vergleich mit unseren Nachbarskantonen zahlen wir im Kanton Zürich zwar die höchsten Krankenkassen-Prämien, uns steht aber der tiefste Abzug zu. Wir zahlen durchschnittliche Prämien von 4327 Fr. pro Erwachsenen und Jahr, können aber maximal CHF 2600.00 und pro Kind CHF 1300.00 in Abzug bringen. Im Kanton Thurgau zahlt der durchschnittliche Prämienzahler 3980 Fr, kann aber 3500 Fr. an den Steuern abziehen. Oder im Kanton Zug kostet die Krankenkasse den Durchschnittseinwohner 3615 Fr., er kann aber 3300 Fr. in Abzug bringen.


Am 27. November 2022 stimmen wir über die Gerechtigkeitsinitiative ab, die fordert, dass wir alle bei Erwachsenen neu einen Abzug von CHF 3600 und bei Kindern neu CHF 1500 geltend machen können. Damit werden wir natürlich das Problem der immer höheren Prämien nicht lösen, das ist die Sache der Bundespolitik. Nichtsdestotrotz ist die Initiative zu unterstützen, denn die ungerechtfertigte Differenz des maximalen Abzuges bei den Gesundheitskosten ist dem Prämienanstieg anzupassen. Und auf diese Weise würde wenigstens die Steuerbelastung bei den Bürgerinnen und Bürgern sinken und so unsere Kaufkraft gestärkt werden. Deshalb stimme ich Ja am 27. November zur Gerechtigkeitsinitiative,


Sara Sangiacomo, Kantonsratskandidatin SVP, Niederhasli


Oktober 2022


von Sara Sangiacomo 17. November 2025
Chancengleichheit ist gescheitert
von Sara Sangiacomo 24. Januar 2023
Auflösung unseres Bezirkes und ihrer Institutionen? Sechs Gemeinden des Bezirks Bülach haben unter dem Titel „Für eine zeitgemässe dezentrale Organisation des Kantons Zürich“ eine Behördeninitiative eingereicht, wonach der Bezirk Dielsdorf von der Landkarte verschwinden soll. Angeblich würden die bestehenden gemeindeübergreifenden Strukturen (Bezirke, die Planungsregionen und Zweckverbände) den aktuellen Entwicklungen im Kanton Zürich nicht mehr gerecht. Es handelt sich um den Gemeinderat Wallisellen, Freienstein-Teufen, Dietlikon und Embrach sowie um die Stadträte von Opfikon und Bülach. Vorgesehen sind höchstens noch 10 Bezirke mit einer Einverleibung des Bezirk Dielsdorf zu Bülach.Das Furttal würde entweder ebenfalls dem Bezirk Bülach einverleibt oder dem Bezirk Dietikon und damit der Region Limmattal zugewiesen. Vor knapp einem Jahr, am 14. März 2022, wurde dieser Vorstoss im Kantonsrat mit 75 Stimmen von SP, GLP, AL, EVP sowie vielen, aber nicht allen Grünen, vorläufig unterstützt. Bekämpft wurde diese unnötige Reorganisation von SVP, FDP und Mitte. Damit würde ein grosser Verlust an Demokratie und Transparenz einhergehen. Heute wählen dieStimmbürger die Bezirksorgane wie den Statthalter, die Bezirksräte und vor allem die Besetzung am erstinstanzlichen Bezirksgericht. Statt die Gemeinden und Bezirke und damit die Demokratie zu stärken, wollen die Initianten, dass die Bezirke faktisch entmachtet und die Gemeinden möglichst viele Aufgaben den Planungsregionen abtreten, wo dann Verwaltungsangestellte für uns entscheiden, die nicht direkt vom Volk gewählt sind. Die bestehenden Aufteilungen haben sich bewährt. Eine Umsetzung dieser Reissbrettlösung würde auch neue Probleme mit sich bringen. Und von den Kostenfolgen ist bei dieser Behördeninitiative überhaupt nicht die Rede. Sara Sangiacomo, Kantonsratskanditatin, aus Niederhasli Januar 2023
von Sara Sangiacomo 24. Januar 2023
Schule in Notlage